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Juni 2009

Sperrzeitverkürzung am Annafest

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen des Stadtrates,

das Thema Annafest und Verkürzung der Sperrzeit respektive Verlängerung der Ausschankzeit steht zur Diskussion:

Während Polizei und KJR sich für die Beibehaltung der bisherigen Ausschank- und Sperrzeit-Regelung aussprechen, befürwortet Bgm. Streit deren Änderung in bekannter Form.

Die Polizei mit ihrem im Vergleich zu vergangenen Jahren deutlich geringeren Kräftepotential macht ebenso wie der KJR nachvollziehbare Sicherheitsbedenken geltend. Durch die beabsichtigten Änderungen ergeben sich gleichzeitig mehrere Brennpunkte, weil  am Annafestgelände noch rund 2 Stunden Betrieb herrscht, während sich andere Besucher nach Musikende schon auf den Weg Richtung Heimat bzw. Innenstadt machen.

Die Polizei, die neben der Befriedung von allgemeinen Sicherheitsstörungen am Annafest und auf den Abgangswegen bis hin  zur Innenstadt auch Trunkenheitsfahrten verhüten bzw. verfolgen muss, ist mit dieser Entwicklung kräftemäßig überfordert, so dass sie aller Voraussicht nach gezwungen sein wird, eine Schwerpunktentscheidung zu treffen. Entweder Betreuung des Annafestes oder Bestreifung der Abgangswege und der Innenstadt.

Die Argumentation der Befürworter der Ausschankverlängerung, dass damit eine Entspannung der aufgeheizten Atmosphäre am Festgelände erreicht werden könnte, ist weder bewiesen noch stützt es sich auf in Forchheim gesammelte Erfahrungswerte. Solche anderer Kommunen heranzuziehen und damit das Vorhaben zu begründen ergibt wenig Sinn, denn jedes Volksfest hat einen anderen Charakter und abweichende lokale Voraussetzungen.

Aus Gesprächen mit Kellerwirten wissen wir darüber hinaus, dass sich nur wenige mit dem verlängerten Ausschank und der Sperrzeitverkürzung anfreunden könnten. Vermeintliche Mehreinnahmen stehen zusätzlichen Personalkosten und einem Minus an Schlaf- und Erholungszeit gegenüber, das rentiert sich nicht und überhaupt: Wir können keinen Wirt zwingen, seinen Keller nicht wie bisher zu schließen.

Für die Anwohner am und um das Annafest herum würde eine zeitliche Ausdehnung und die damit verbundenen Ruhestörungen durch nach Hause gehende Besucher und den noch später einsetzenden Fahrzeugverkehr eine weitere Belastung bedeuten; wer unter der Woche um 06.00 Uhr aufstehen muss, kann das nicht befürworten.

Wirte der Innenstadt beklagen, dass während der Festzeit für sie eine Sperrzeitverlängerung auf 03.00 Uhr gilt, während jetzt die Kellerwirte eine Stunde länger ausschenken dürfen. Das ist eine offensichtliche Ungleichbehandlung.

Ganz davon abgesehen: Bisher hatten Annafestbesucher nach Ausschankende und bis zur Sperrstunde genau eine Stunde Zeit, ihre letzte Maß auszutrinken.  Jetzt sollen sie bis 24.00 Uhr bestellen dürfen und haben dann ebenfalls nur eine Stunde bis zur Sperrzeit um 01.00 Uhr.

Das ist lediglich eine Verschiebung, keine wirkliche Verbesserung.

Zum Schluss das Wichtigste:
Wir haben uns in den vergangenen Wochen den Kopf zerbrochen, wie die Belange des Jugendschutzes - so auch die Alkoholprävention - besser umgesetzt werden könnten. Das Verbot der Schnapsbuden an den Wegen war lediglich ein erster Schritt, dem – und das fordern wir eindringlich – endlich weitere folgen müssen.

Eine zeitliche Verlängerung der Alkoholkonsummöglichkeit am Annafest ist in diesem Zusammenhang das falsche Zeichen, zumal wie wir wissen, dass der Stadtratbeschluss durch den Umzug der Schnapsbuden auf Keller unterwandert wird, was letztlich bedeutet, dass dort auch Schnaps bis 24.00 Uhr ausgeschenkt werden darf.

All diese Punkte sprechen eindeutig gegen das uns vorgestellte Ansinnen, weshalb wir den vermeintlichen Gewinn an Sicherheit in Frage stellen.

Sollte sich jedoch in diesem Gremium ein Mehrheit finden, die dem seitens der Verwaltung unterbreiteten Vorschlag folgen möchte, plädieren wir dafür, als ultima ratio den seitens der Polizei und einigen Kellerwirten vorgeschlagenen Kompromiss auf Verlängerung des Ausschankes bis 23.30 Uhr zuzustimmen und diesen Weg probeweise für das Annafest 2009 zu beschreiten.

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