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Februar 2011

Haushaltskonsolidierung und lokaler Klimaschutz

Austausch der Straßenbeleuchtung

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen des Stadtrates,

die aktuelle als auch in den Folgejahren  angespannte Haushaltslage der Stadt Forchheim bedingt nach Ansicht nahezu aller im Stadtrat vertretenen Fraktionen und Ausschussgemeinschaften einen restriktiven Sparkurs. Um einen möglichst ausgeglichenen und genehmigungsfähigen Haushalt zu erreichen, ist es nach unserer Ansicht erforderlich, auch nach Einsparpotentialen innerhalb der städtischen Einrichtungen zu suchen und im Hinblick darauf sogar notwendige Investitionen (mit kurzer Amortisationszeit) zu tätigen.

In diesem Zusammenhang stellen wir folgenden Antrag zur Beratung und Beschlussfassung im Stadtrat:

„Der Stadtrat Forchheim möge beschließen, das in der Straßenbeleuchtung verwendete Leuchtmittel Typ „Quecksilberdampfleuchte“ gegen sogenannte „Induktionsleuchten“ auszutauschen. Der Systemwechsel soll zeitnah, d.h. beginnend in 2011, erfolgen und alsbald abgeschlossen werden. Die hierfür erforderlichen finanziellen Mittel sind bereitzustellen“.

 

Begründung:

Immer mehr Gemeinden gehen dazu über, die mit konventionellen Leuchtmitteln (Quecksilberdampfleuchten) versehenen öffentlichen Beleuchtungseinrichtungen dem aktuellen Stand der Technik anzupassen. Sie haben erkannt, dass in der Verwendung moderner, den Energieverbrauch minimierter Systeme (in erster Linie Induktionsleuchten) ein enormes finanzielles Einsparpotential liegt. Dass Energieeinsparung i.d.R. mit einem verminderten Schadstoffausstoß einhergeht und dadurch ein positiver Beitrag zum Umweltschutz geleistet wird, ist eine Erkenntnis, durch die Sinnhaftigkeit der Umstellung zusätzlich unterstrichen wird.

Am Beispiel der Stadt Neumarkt soll das Gesagte verdeutlicht werden:

Dort kommen mittlerweile so genannte Induktionslampen zur Anwendung. Sie ersetzen die bisherigen Quecksilberdampfleuchten. Bevor es aber dazu kam, wurde nach anfänglich kontroverser Diskussion im Stadtrat durch die Stadtwerke Neumarkt beim Umweltinstitut Neumarkt (Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg ) eine Studie in Auftrag gegeben, in der unterschiedliche Leuchtmitteltypen (Induktionsleuchte, Quecksilberdampfleuchte, Natriumdampfleuchte) auf ihre Eignung für die Straßenbeleuchtung untersucht wurden.

Die Studie des Umweltinstitutes, die in ihrer Kurzfassung dem Antrag beigefügt ist, ging vornehmlich auf technische, wirtschaftliche und ökologische Aspekte ein und kam zu folgendem Fazit:

Es zeigte sich, dass sowohl aus technischer wie aus betriebswirtschaftlicher Sicht die Induktionsleuchte Aurora 30 W von REGOenergy das größte Potential hat. Sowohl die geringe Leistungsaufnahme wie auch die hohe Lichteffizienz sprechen für dieses Leuchtmittel. Die lange Brenndauer von 60.000 h (entspricht einer Lebenszeit von 14,74 Jahren – im Vergleich hierzu Quecksilberdampfleuchten 4,91 Jahre, Natriumdampfleuchten 6,88 Jahre) ist ein wesentlicher Aspekt für den Einsatz dieser Leuchten.

Bei einem vollständigen Austausch aller ca. 2.000 in der Stadt Neumarkt i.d.Opf. verbauten Quecksilberdampfleuchten gegen Induktionsleuchten würde sich der Energieverbrauch erheblich senken lassen. In Zahlen ausgedrückt würde sich ein Minderverbrauch von 467.447 kWh oder anders gesagt eine Einsparung von 62.236 € pro Jahr ergeben. Dies entspricht dem Jahresverbrauch von 130 deutschen Durchschnittshaushalten.

Aus ökologischer Sicht ist der Austausch doppelt zu befürworten, da sich neben der Reduktion des CO-2 – Ausstoßes (122 t/a) auch die emittierte Quecksilbermenge deutlich verringern würde.

Der Austausch einer Quecksilberleuchte gegen die Aurora 30 W Leuchte (Fa.-Bezeichnung für die Induktionsleuchte) lohnt sich bereits nach 1,61 Jahren (6.416 Betriebsstunden)“.

Laut telefonischer Auskunft der Stadtwerke Neumarkt i.d. OPf. vom 14.02.2011 wurden mittlerweile über 1.200 der insgesamt rund 2.000 Straßenlaternen umgerüstet. Der Betrieb verläuft in jeglicher Hinsicht zur vollsten Zufriedenheit, es kam weder zu technisch bedingten Ausfällen noch zu Bürgerbeschwerden im Hinblick auf den optischen Eindruck und die Leuchtintensität der Produkte. Nachdem i.d.R. lediglich die Leuchtmittel gewechselt werden müssen, die Fassungen und Gehäuse können weiter verwendet werden, sind dafür ca. 50,- € pro Lampe zu veranschlagen. Im Rahmen des Umtausches wurden soweit erforderlich gleichzeitig die Gehäuse gereinigt und marode Dichtungen erneuert, so dass unter Einberechnung der anfallenden Personalstunden und Ersatzkosten von ca. 60 – 70 € pro Einheit auszugehen ist.

Der aus der Oberpfalz stammende Hersteller REGOenergy hat sich im Rahmen einer Ausschreibung der Stadt Neumarkt unter insgesamt 5 Bewerbern als das beste Angebot herauskristallisiert. Er gewährt auf seine Induktionsleuchten eine Garantie von 5 Jahren. Da es sich lediglich um eine Nachrüstung bzw. Nachbeschaffung handelt, wäre eine Ausschreibung an und für sich nicht erforderlich gewesen. Laut Aussage des 2. Bürgermeisters der Stadt Neumarkt, Herrn Düringer, kam sie erst auf Betreiben eines einzelnen Stadtrates zu Stande.

In Würdigung der dem Antrag zu Grunde liegenden Studie und der ausnahmslos positiven Erfahrungswerte der Stadt Neumarkt i.d.OPf. spricht nach Ansicht der Fraktion der Freien Wähler vieles für eine alsbaldige Umstellung der Leuchtmitteltypen. Die hierfür notwendigen Investitionen amortisieren sich schon nach kurzer Zeit durch den im Vergleich mit herkömmlichen Leuchtmitteln deutlich niedrigeren Energieverbrauch und die erheblich längere Lebensdauer.

Die Lampen lassen sich zudem bis auf 20% dimmen und haben eine vergleichsweise kurze Anschaltzeit. Darüber hinaus wird ein wesentlicher Beitrag für den Umweltschutz geleistet.

Wir bitten daher alle Fraktionen und Gruppierungen um Zustimmung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Gez.

Manfred Hümmer

Fraktionsvorsitzender