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Siemens – KITA Käsröthe

Siemens – KITA Käsröthe

Siemens – KITA Käsröthe
Positionspapier der FREIEN WÄHLER

„Unsere bisherige Ablehnung des Standortes Käsröthe war damit begründet, dass wir der Meinung waren und auch heute noch sind, dass eine Betriebs-Kita sinnhaftig am eigenen Standort realisiert werden sollte.

Die Argumente dafür sind ebenso bekannt wie einleuchtend:
Geringere Vor- und Nachlaufzeiten für Eltern bei Zubringung und Abholung der Kinder;
Möglichkeit, die Versorgung der KITA über die betriebseigene Kantine zu bewerkstelligen und dadurch vielleicht auch am Arbeitsplatz ein gemeinsames Mittagessen von Teilzeitkräften mit ihren Kindern zu ermöglichen;
letztendlich weniger innerörtliche Fahrtstrecken = weniger Verkehr in der Innenstadt.

Dazu kommt, dass wir in Anbetracht des großen Areals des Siemensstandortes bislang davon ausgingen, dass sich dort eine geeignete Örtlichkeit für die KITA finden lassen muss.

Heute hat uns die Fa. Siemens glaubhaft versichert, dass trotz intensiver Suche am eigenen Standort keine realisierbare und sinnvolle Option gefunden werden konnte. Das müssen wir akzeptieren, gleichsam bedauern wir es, denn nun ist die Stadt gefordert, auf die Schnelle in der Nähe ein adäquates Grundstück anzubieten.

Inwieweit seitens der Verwaltung alle sich anbietenden Flächen in Forchheims Süden ernsthaft überprüft wurden, mögen wir nicht beurteilen, bislang wissen wir nur von zwei weiteren Optionen, so unter anderem im Bereich An der Lände, die wieder verworfen wurden. Welche Standorte mit welchem Ergebnis geprüft wurden, darüber hätten wir gerne eine Antwort seitens der Verwaltung.

Im Sinne einer der Bedeutung des Vorhabens angemessenen Diskussion in diesem Hause wäre es sicherlich vorteilhaft gewesen, bezüglich der in Frage kommenden Standorte für die KITA bereits im Vorfeld eine Information an die Fraktionen und Gruppierungen zu steuern und mit diesen intern das Gespräch zu suchen. Das hat wieder einmal nicht funktioniert, vielleicht war es auch nicht gewollt, wie auch immer, das Thema Information und Kommunikation werden wir in dieser Periode nicht mehr gebacken bekommen.

Schauen wir uns das Areal an der Käsröthe an (meine Fraktion hat das mehrfach zu verschiedenen Wochentagen und Tageszeiten getan) lässt sich folgendes feststellen:

a) Die Gesamtfläche wirkt seit längerem ungepflegt, viele der Gerätschaften sind veraltet und entsprechen in spielpädagogischer Hinsicht nicht dem aktuellen Stand. Einige Spielgeräte sind zwar noch nutzbar, machen jedoch einen verbrauchten Eindruck, andere Spieleinrichtungen wie z.B. die Schwebestrecke sind seit langem nicht mehr intakt, man hat die entsprechende Ausrüstung weggenommen - die Möglichkeit, diese zu nutzen, ist somit nicht mehr gegeben.

b) Es entsteht in der Gesamtbetrachtung der Eindruck, dass hier seit längerem der Pflege-und Instandhaltungsaufwand deutlich reduziert wurde, warum auch immer, ich will darüber nicht öffentlich spekulieren.

c) Vielleicht liegt es an diesem insgesamt wenig attraktiven Angebot, dass der Spielplatz nur wenig frequentiert wird. Bei unseren Ortsterminen bei schönem Wetter trafen wir entweder gar keine bzw. nur 2, 3 Kinder an. Das ist in Anbetracht der großen Anlage dürftig und traurig. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass in dem Viertel nur mehr wenige Kinder im Spielplatzalter leben, wir wissen es nicht, denn darüber liegt uns keine Information seitens des OB vor!

d) Fakt ist, es spielen nur wenige Kinder dort, weshalb eine Reduzierung der Fläche um den Platzbedarf der geplanten KITA vertretbar erscheint.

e) Im Gegensatz zum Bolzplatz am Ernst-Reuter–Platz findet dort auch weniger Ballsport sondern vielmehr ein statisches Spielen statt, d.h., der Platzbedarf pro Kind ist insgesamt betrachtet, geringer, zumal große Sandspielflächen und die Art der Spielgeräte eher Kleinkinder als Jugendliche ansprechen.

f) Ein weiterer Unterschied zur heiß diskutierten Fläche am Ernst-Reuter–Platz ist die im Vergleich hierzu deutlich entspanntere Verkehrssituation. Die Zuleitung zum Areal verläuft nicht über eine lange, eh schon verkehrsproblematische Anfahrt via Eisenbahnbrücke, Hainbrunnenstraße/J.F.-Kennedy-Ring und einen Garagenhof, sondern  über einen kurzen und geraden Straßenverlauf. Zieht man in Betracht, dass u.a. durch die Option der gleitenden Arbeitszeit der Fa. Siemens auch eine gewisse zeitliche Verteilung bei der Zubringung und Abholung der Kinder erfolgen wird, scheint das zusätzliche Verkehrsaufkommen, das sich zudem nur auf die Wochentage MO – FR, nicht jedoch auf das besucherintensive Wochenende (Stichwort Tennisplätze/Königsbad) bezieht, tolerabel.

g) In unsere Überlegungen einbezogen haben wir auch, dass die Fa. Siemens den Bau einer zusätzlichen, für Kinder aus Forchheim zugänglichen Kinderkrippe in Aussicht stellt. Daran sollte man unbedingt festhalten und das verdient auch Anerkennung. In diesem Kontext halten wir die seitens der Fraktionssprecherin der FGL in einer Tageszeitung gegenüber der Fa. Siemens erhobenen Vorwürfe, die in der Unterstellung eines asozialen Verhaltens gipfelten, nicht nur unangebracht, sondern völlig daneben!

h) Die Fa. Siemens könnte, sollte sich der Stadtrat für den Standort Käsröthe entscheiden, ein weiteres Zeichen ihrer Verbundenheit mit der Stadt Forchheim setzen. Die verbleibende Spielfläche sollte unserer Meinung nach wie übrigens andere Spielplätze auch, dringend revitalisiert werden. Dazu braucht es Pflege und insbesondere zeitgemäße Spielgeräte. Vielleicht wäre es ein Zeichen des guten Willens und des Zugehens auf die Anwohner der Käsröthe, wenn Siemens sich hier einbringt, sprich in irgendeiner Form daran beteiligt.

Summa summarum haben wir uns die Entscheidung nicht leichtgemacht. Unter der Maßgabe, dass die verbleibende Spielfläche wieder attraktiver gestaltet wird und dann auch erhalten bleibt, stimmen wir der Ansiedlung  der KITA in der Käsröthe zu. Wir beantragen aber, im Beschlussvorschlag den Punkt „Revitalisierung der Restspielfläche und Erhalt derselben“ ergänzend aufzunehmen.

Anmerkung: Der ergänzende Antrag der FW wurde im Stadtrat einstimmig angenommen! Der OB will mit Siemens i.S. Beteiligung an der Revitalisierung des Spielplatzes (unser Anliegen) Gespräche führen!

Manfred Hümmer
Fraktionssprecher