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Vertrauen zum Hümmer
09.04.2011 - NN
FW-Vorsitzender bestätigt — Erwin Held neuer Vize
FORCHHEIM — Erwin Held heißt der neue stellvertretende Vorsitzende im Ortsverband der Freien Wäh-ler( FW) Forchheim. Der bisherige Beirat, mit einem Malereifachbetrieb in Kersbach selbstständig, rückt für den aus beruflichen Gründen ausgeschiedenen Martin Bischof nach.
Die 34 anwesenden Mitglieder wählten Manfred Hümmer mit einem einstimmigen Votum erneut zu ihrem Ortsvorsitzenden. Ludwig Preusch und Erwin Held bekleiden die Ämter der stellvertretenden Ortsvorsitzenden. Lis Bischof bleibt auch weiter Schriftführerin. Die Finanzen verwaltet in der dreijährigen Amtsperiode weiter Maja Wucherer; Pressesprecherin bleibt Karin Haimann und in den Beirat wurden Manfred Franek, Günther Rösch und Karsten Heinz gewählt. Die Kasse prüfen Hugo Ringel und Roswita Beischer.
Vor genau drei Jahren zog die neue Formation der Freien Wähler Forchheim — nachdem einige langjährige Mitglieder und Mandatsträger die Freien Wähler verlassen hatten — in den Forchheimer Stadtrat ein. „Wir haben uns nicht nur gut eingearbeitet, wir sind in vielen Bereichen sogar federführend, wenn es darum geht, die Stadt Forchheim voranzubringen“, so Manfred Hümmer in seinem Rechenschaftsbericht. Kurz ließ der Vorsitzende die politische Arbeit Revue passieren.
Auf vielen „Hochzeiten“
Neben der originären Stadtratsarbeit sei die Fraktion in zahlreichen sonstigen Gremien eingebunden. Insgesamt hätten die vier FW-Stadträte 2010 rund 320 sonstige Veranstaltungen besucht. Nicht selten sei man hier mit allen Stadträten vertreten gewesen, wo andere Fraktionen — hier nannte Hümmer die Forchheimer Grüne Liste, die FDP, den Bürgerblock, oder auch die Jungen Bürger — gar nicht oder nur mit einem Vertreter aufwarten konnten.
Man sei auf dem besten Wege, den eigenen Einfluss im Stadtrat — auch im Hinblick auf die Kommunalwahlen 2014 — auszubauen. Hümmer wurde deutlicher: „Wir geben uns nicht mit den jetzigen Kräfteverhältnissen zufrieden, wir erheben den Anspruch andere Fraktionen zu überflügeln und wir sind uns sicher, dass wir das Zeug dazu haben, denn wir arbeiten professioneller, härter, gründlicher, wir sind besser vorbereitet, bürgernäher und wir haben eine klare Linie, die wir konsequent verfolgen“, so der Vorsitzende.
Man werde mit Hilfe der Parteimitglieder dafür sorgen, dass Forchheim eine andere Politik bekomme als die nach Gutsherrenart; denn die Zeit der Sonnenkönige, Napoleons und Despoten ist bald vorüber“, so Hümmer. Forchheim habe die Chance auf einen Wechsel: „2014 ist die Zeit, Stadtgeschichte zu schreiben und wir werden die Autoren sein“, so Hümmer selbstsicher.
34 Neueintritte
Die Bilanz die Hümmer als Ortsvorsitzender vorweisen kann, liest sich positiv. Trotz der Trennung von den früheren Stadträten — als insgesamt 14 Austritte zu verzeichnen waren — ging es stetig bergauf. Seit dieser Zeit zählen die Freien Wähler insgesamt 34 Neueintritte. Der Mitgliederstand liegt derzeit bei 75; fast die Hälfte der Mitglieder sind weiblich. Der Motor der Freien Wähler ist 2010 auf „Hochtouren“ gelaufen; kam aber — wie Hümmer zugibt — ins Stottern.
Was in 2010 aufgrund des 25. Gründungsjubiläums der Freien Wähler Forchheim zurückgeschraubt werden musste, war die Arbeit in einzelnen Arbeitskreisen. Aus dem gleichen Grund habe man auch das Projekt der Gründung der „JFW“, der Jungen Freien Wähler, vorübergehend verschieben müssen. Diesem Thema wolle man sich 2011 verstärkt widmen.
„Summa summarum lässt sich feststellen, dass der seit Jahren eingeschlagene Weg des Ortsverbandes aus meiner Sicht der richtige Weg ist“, so Hümmer. Durch die personelle Verzahnung des Vorstands und der Fraktion spreche man mit einer Zunge und die Transparenz sei bei allen Entscheidungen und Vorhaben vorhanden. ah
