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Das Duo Kreuz und Quer AG spielte beim Neujahrsempfang der Freien Wähler Forchheim am 14.01.2012. Geboten wurde Musik vor allem aus den 1920ern.

http://www.youtube.com/watch?v=HgUM2ybemvk&feature=youtu.be

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Magnet soll Käufer anziehen

16.07.2011 - FT

Magnet soll Käufer anziehen

Forchheim Wenn der Einzehandel ein Problem hat, betrifft das nicht nur die Händler, sondern alle Bürger. Mit dieser These lud Manfred Hümmer, Chef der Freien Wähler, am Donnerstag zur Diskussion ein. Den Stoff zur Auseinandersetzung über die Bedrohung des Handels durch die Firmen auf der grünen Wiese lieferte Sabine Köppel vom Handelsverband Bayern - Der Einzelhandel (HBE). Sie erläuterte den Besuchern in der Jahnhalle das Einzelhandelskonzept. Dieses 2010 vom Stadtrat beschlossene "Lenkungsinstrument" ermögliche, Einkaufszentren an der Peripherie zu verbieten, sofern sie "innenstadtrelevantes Sortiment" anbieten.
90 Prozent der 290 Forchheimer Betriebe (Einzelhandel und Handwerk) siedeln in der Innenstadt, aber sie haben nur 20 Prozent der Verkaufsfläche zur Verfügung. Die Hälfte der gesamten Forchheimer Verkaufsfläche wird von nur acht Großbetrieben belegt. Folge: Die Großen am Rand entziehen den kleinen im Zentrum das Potenzial.
Köppel rief den Stadtrat auf, das Einzelhandelskonzept konsequent zu nutzen. Doch die Diskussion in der Jahnhalle zeigte auch: Viele sehen in den Firmen am Stadtrand gar nicht das zentrale Problem. Oberbürgermeister Franz Stumpf (CSU/WUO) vermisste in Köppels Analyse "das Verhältnis der Kommunen untereinander". 80 Prozent der Forchheimer Kaufkraft in der Textilbranche fließe "in andere Städte". Heißt: Handelsriesen am Stadtrand seien auch positiv.

Was ist, kann bleiben
Das erläuterte Stumpf am Beispiel Globus: 1999 verlor Forchheim 193 Millionen Euro Kaufkraft in der Lebensmittelbranche; mit der Globus-Gründung im Jahr 2005 wurden "50 Millionen Euro zurückgeholt."
HBE-Kreisvorsitzende Karin Haimann meinte: "Was draußen ist, kann bleiben", aber Neuansiedlungen dürfe es nicht mehr geben. "In der Innenstadt kaufen nicht mehr viele". Gründe dafür sahen Köppel und Hümmer auch im fehlenden Marketing-Konzept: Ein City-Manager müsse her. Einig war sich die Diskussionsrunde, dass die fehlenden 4000 Quadratmeter in der Textilbranche der Innenstadt arg zusetzen.
Nicht einig war sich die Runde, ob eine andere Parkplatzsituation den Handel beflügeln könnte; und ob der Bustourismus sich nun belebend auswirkt, wie etwa Roland Wölfel (Citymanagement) meinte; oder eben "gar nichts bringt", wie die Inhaberin einer Bäckerei und eines Buchladens unisono meinten. Der Händler Frank Brinke sagte am Ende des Abends: Es werde zu viel "klein-klein dsikutiert". Fakt sei, dass ein Einkaufsmagnet in der Innenstadt "überlebenswichtig ist" – und dass die "Verlässlichkeit" des Einzelhandelskonzeptes bereits "konterkariert" worden sei. Im Süden, sagte Frank Brinke, gebe es "eine Stadt in der Stadt", die dem Zentrum "mehr schadet, als und der Globus je geschadet hat". (
Ekkehard Roepert)

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