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Das Duo Kreuz und Quer AG spielte beim Neujahrsempfang der Freien Wähler Forchheim am 14.01.2012. Geboten wurde Musik vor allem aus den 1920ern.

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Frost verwandelt Straßen in Buckelpisten

13.01.2011 - FT

Schlaglöcher - Die Bauhof-Mitarbeiter des Landkreises und der Gemeinden haben wochenlang zu tun, um die Vielzahl der Straßenschäden, die durch Frostaufbrüche verursacht wurden, notdürftig zu flicken. Oft hilft nur eine Komplettsanierung.

Kreis Forchheim Autos brauchen jetzt vor allem gute Stoßdämpfer. Der Frost hat den Asphalt gesprengt, die Risse in den Teerdecken weiten sich zu Kratern. Im kaputten Asphalt entstehen tiefe Schlaglöcher. Mit jedem Auto, das hindurch holpert, wird der Schaden größer.
"Zählen kann ich sie nicht, aber es sind jede Menge" , bestätigt Dieter Els, Leiter des Tiefbauhofes Neuses. Handlungsbedarf besteht im ganzen Landkreis. Ob von Weigelshofen Richtung Staatsstraße oder von Weilersbach Richtung Bammersdorf, die Straßen sind alle gespickt mit tiefen Rissen und Kratern.
Flickarbeit für Monate "Besonders schlimm sieht die Ortsdurchfahrt von Pautzfeld aus" informiert Els. Ebenfalls große Straßenschäden gibt es in Rüsselbach, auf der Kreisstraße von Wichsenstein nach Hartenreuth und von Engelhardsberg nach Albertshof. Überall sind Löcher. Die werden nun mit Kaltmischgut geflickt. "Wir haben noch Wochen, wenn nicht Monate zu tun", skizziert Els das Ausmaß der Schäden. "Und der Winter ist noch nicht vorbei", fürchtet der Chef des Tiefbauhofes in Neuses.
"Flicken reicht bei der Ortsverbindungsstraße von Schweinthal nach Schlehenmühle nicht mehr" bedauert Bürgermeister Stefan Förtsch (CSU) aus Egloffstein. "Wir müssen diese Straße im Hangrutschgebiet komplett neu ausbauen. Die 800 Meter kosten rund 900 000 Euro. Das ist viel Geld", klagt Förtsch. Andererseits wurde auf dieser Straße seit 50 Jahren so gut wie nichts gemacht.
Hauptproblem liegt innerorts In Egloffstein liegen die Probleme innerorts, denn im Zuge der Kanalisation wurde vor allem in den 80-er Jahren der Asphalt nur notdürftig repariert. Überall dort, wo bereits ausgebessert wurde, dringt Feuchtigkeit in die Asphaltschicht ein, gefriert und bricht den Belag auf.
Mit über 60 Kilometern Gemeinde- und Ortsverbindungsstraßen hat Gößweinstein das wohl längste Wegenetz, das es gilt, auf Vordermann zu halten. "Schlaglöcher haben wir jede Menge", bestätigt der Leiter des Bauhofes, Richard Forster, der mit einer nur vierköpfigen Besatzung auskommen muss. Erst einmal wurden Schilder aufgestellt und Tempobegrenzungen erlassen , um vor den tiefen Kratern in den Straßen zu warnen. Besonders übel ist der Straßenzustand in Hartenreuth und Kleingesee oder zwischen Hungenberg und Kohlstein. Gravierende Straßenschäden seien auch in Sattelmannsburg und Leimersberg zu verzeichnen. "Kein Wunder" erklärt Forster, denn die Straßen sind uralt, 30 bis 40 Jahre mindestens.
Straßen sind überaltert Die durchschnittliche Lebensdauer einer Asphaltschicht beträgt zehn bis 15 Jahre, weiß Dieter Els vom Kreisbauhof in Neuses. Aber auch beim Landkreis gibt es Straßen, an denen seit mehreren Jahrzehnten nichts gemacht wurde.
Auf Grund des maroden Zustandes der Fahrbahn und der Frostaufbrüche ist die Straße von Eggolsheim nach Bammersdorf eine einzige Baustelle. Da reihte sich Anfang dieser Woche Schlagloch an Schlagloch. Drei Mitarbeiter des Bauhofes Eggolsheim sind abgestellt, um mit Hilfe der Teermaschine die tiefsten Gruben notdürftig aufzufüllen. Kaum besser ist die Straße nach Schirnaidel. Tiefe Löcher weisen auch die Straßen in Drügendorf und Drosendorf auf. "Löcher sind überall. Ich kann sie gar nicht alle aufzählen", klagt Bürgermeister Claus Schwarzmann (BB).
Hans Distler, dem stellvertretenden Geschäftsleiter der Gemeinde Obertrubach wurden bislang keine gravierenden Schäden an den Hauptgemeindestraßen gemeldet. An älteren Ortsstraßen brechen die Ränder ein, aber die Frostaufbrüche hielten sich in Grenzen. "Wir müssen erst den Winter abwarten, dann können wir eine Bilanz ziehen" findet Distler.
Ähnlich sieht das Bauhofleiter Johann Wagner aus Langensendelbach. Abgesehen von ein paar Rissen und kleineren Vertiefungen in den Ortsstraßen von Bräunigshof sieht er keinen Handlungsbedarf. "Unsere Straße sind in einem ordentlichen Zustand "urteilt Wagner.
Viel Salz heißt viele Löcher Im Gegensatz zu Daniel Buder, Bauamtsleiter aus Heroldsbach. Dort sind die Schlaglöcher flächendeckend. "Wir haben mehr Salz gestreut und daher gibt es auch mehr Krater in den Asphaltdecken." Nicht betroffen sind die neu ausgebauten Straßen. Umso schlimmer aber die Heroldsbacher Straße in Oesdorf. Dort ist im Zuge der Dorferneuerung eine Komplettsanierung notwendig. Da hilft Flickschusterei nicht mehr weiter. Ausgebaut werden soll auch der letzte Teil der Ringstraße in Heroldsbach. Auch hier klaffen Risse und Trichter in der Asphaltdecke.
In Forchheim haben die Freien Wähler die Bürger dazu aufgefordert, die Schäden, die der Winter auf Forchheims Straßen angerichtet hat, zu melden. Von der Stadtverwaltung hat der Vorsitzende der Freien Wähler, Manfred Hümmer, eine umfassende Bestandsaufnahme der gravierenden kurzfristig auszubessernden Schäden angemahnt. Der Hintergrund: Schlagloch-Schäden am Fahrzeugen und den Reifen sind keine Seltenheit.
Rechtslage ist unklar Wer dafür aufkommen muss ist jedoch strittig. Der so genannten "Verkehrssicherungspflicht der Kommunen steht die Verpflichtung der Autofahrer gegenüber, die Geschwindigkeit den Straßenverhältnissen anzupassen. "Das läuft im Streitfall oft auf eine Einzelfallentscheidung hinaus", erklärt Reinhold Göller Jurist am Landratsamt in Forchheim. In der Regel seien die Kommunen aus dem Schneider, wenn entsprechende Warntafeln aufgestellt sind. An der Tatsache, dass diese Schlaglöcher früher oder später beseitigt werden müssen, ändert dies aber nichts. (Josef Hofbauer)

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