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Das Duo Kreuz und Quer AG spielte beim Neujahrsempfang der Freien Wähler Forchheim am 14.01.2012. Geboten wurde Musik vor allem aus den 1920ern.

http://www.youtube.com/watch?v=HgUM2ybemvk&feature=youtu.be

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Die Suche nach ökologisch sinnvollen Alternativen

25.07.2011 - NN

Freie Wähler luden zur Infoveranstaltung über „Energiewende“ — Professor Brautsch: „Kleine Wärmekraftwerke“


Anlässlich ihres bayernweiten Projekts „Energie Offensive Bayern“ luden die Freien Wähler zu einem Besuch in das Biomasseheizwerk in Forchheim ein. Anschließend informierten Markus Brautsch vom Institut für Energietechnik an der Hochschule Amberg-Weiden und der Leiter der Stadtwerke, Reinhold Müller, über das Thema Energiewende in Forchheim.

FORCHHEIM — Die Interessenten hatten sich vor dem Biomasseheizwerk hinter der Berufsschule versammelt. Eingeladen zur Besichtigung hatten Manfred Hümmer, Vorsitzender der Freien Wähler Forchheim, und der FW-Landtagsabgeordnete Thorsten
Glauber. Der Geschäftsführer der Biomasse Forchheim, Wolfgang Windisch, erklärte die Funktionsweise des Kraftwerks, das inzwischen seit 13 Jahren in Betrieb ist und neuerdings neben der Berufsschule, der Pestalozzi- und der Realschule auch die neugebaute Wohnungssiedlung für Wohnungsnotfälle mit Energie versorgt.
Betrieben wird das Kraftwerk mit Holzhackschnitzeln, also „mit Abfallprodukten, die bisher keinen Wert hatten“, so Windisch. Diese Hackschnitzel kämen überwiegend von den 48 Gesellschaftern der Gmb H aus der Region. Auch in Ebermannstadt und Gräfenberg betreibt Windisch Biomasseheizwerke, die ebenfalls überwiegend
für die Beheizung der dortigen Schulen sorgen. „Eine ökologisch sehr sinnvolle Alternative, die gut zu unserem Leitsatz ,Leben und Leben lassen‘ passt“, sagteHümmer.

Wohin geht die Zukunft?

Weiter ging es dann mit dem theoretischen Teil des Abends. Etwa 25 Personen hatten sich im Gasthaus Zur Sonne in Buckenhofen versammelt, darunter Kreis- und Stadträte. Der Referent, Markus Brautsch, sei eine wahre Koryphäe in den Bereichen Brennwerttechnik, Biomassesysteme und Nahwärmeverbünde, lobte ihn Hümmer bei der Begrüßung. Brautsch arbeitet mit den Stadtwerken Forchheim
zusammen an der kommunalen Energiewende. Er beschäftigt sich mit den Fragen, wohin die energetische Zukunft der Stadt geht, wie sie umgesetzt werden kann und was sie kostet.
Allerdings stehe das Projekt noch ganz am Anfang. „Wir sind dabei einen neutralen Energieentwicklungsplan für Forchheim zu entwickeln“, so Brautsch. Aber nach den bisherigen Erkenntnissen halte er den modularen Aufbau von kleinen Wärmekraftwerken für sinnvoll, erklärte der Professor.

Anschließend gab Reinhold Müller einen Einblick in die zukünftige Energieausrichtung Forchheims. „Auch im Bereich der Stadtwerke haben sich immer mehr Banker breitgemacht“, beginnt der Ingenieur. „Daher bin ich inzwischen zu 70 Prozent Kaufmann geworden“, führt er weiter aus. Müller hält die vorgegebenen Energiesparziele der Bundesregierung zwar für optimistisch, „aber solange es uns wirtschaftlich gut geht, können wir das schaffen“, bleibt er gelassen.


Große Chance

Gerade in der Zusammenarbeit der verschiedenen Stadtwerke sieht Müller hier eine große Chance. „Die nachhaltige Biomassenutzung und die Investitionen in die Energiewende bieten ein Risiko, aber eines, das wir eingehen müssen, wenn wir als Stadtwerke überleben möchten“, ist er fest überzeugt: „Doch dazu müssen wir auch einiges an Energie einsparen.“ Zum Abschluss der Veranstaltung wies Thorsten Glauber, energiepolitischer Sprecher der Freien Wähler im Landtag, auf die Notwendigkeit von mehr Windkraft in der Region hin. „Wir bekommen die Energiewende nicht zum Nulltarif. Auch einige Bürger müssen über ihren Schatten springen“, forderte er. „Doch nur wenn die Wertschöpfung in den Kommunen bleibt, kann das System funktionieren“, so Glauber. Dafür werde er sich im Landtag einsetzen. Solche Informationsveranstaltungen werden die Freien Wähler bald häufiger veranstalten, meinte Manfred Hümmer.

SIMON SCHWANDNER

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