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http://www.youtube.com/watch?v=HgUM2ybemvk&feature=youtu.be

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Der Eisvogel soll brüten

11.10.2011 - FT

Eggolsheim Dem selten gewordenen Eisvogel, wegen seiner Schönheit und Farbenpracht gern als "fliegender Edelstein" bezeichnet, will die Kreisgruppe Forchheim im Bund Naturschutz (BN) wie in früheren Jahren einen geeigneten Lebensraum bei uns ermöglichen.
Der Vogel des Jahres 2009 ist mittlerweile zum Aushängeschild für ruhig fließende Flüsse, lebendige Bäche und stehende, klare Gewässer geworden. Dort, wo es viele Kleinfische gibt und geeignete Ansitze im Uferbereich, kann er gut leben. Zusätzlich benötigt der Eisvogel als Brutplatz Abbruchkanten, Prallhänge, Böschungen oder Steilufer. In denen legt er seine Niströhren an.

Im Sandabbaugebiet
Rundum gute Voraussetzungen dazu sind im Landkreis Forchheim zum Beispiel nördlich des Naturschutzgebietes Büg zwischen Forchheim und Eggolsheim/Hallerndorf im Sandabbaugebiet mit seinen Teichlandschaften gegeben. Mit einer gewissen Anschubhilfe durch die Experten bei den Naturschützern könnte hier der "Fliegende Edelstein" wieder heimisch werden. "Mitstreiter" für die Aktion Eisvogel hat der Bund Naturschutz auch gefunden. So hatten die Mitglieder der Freien Wähler Forchheim im Rahmen der Aktion "Forchheim wird putzmunter" zusammen mit befreundeten Bürgergruppen Teile des Stadtgebietes von Müll und Unrat gesäubert. Das wiederum fand bei der Volksbank Forchheim Lob und Anerkennung, was sich in Form einer Spende von 1000 Euro ausdrückte.
Je zur Hälfte investieren die Freien Wähler dieses Geld zur Anfertigung eines Hinweisschildes für die Bastionsgärten in Forchheim und zur Errichtung von sechs Niströhren für den Eisvogel. Je zwei dieser vorgefertigten und speziell den Brutbedürfnissen angepassten Tonröhren haben Mitglieder der BN-Ortsgruppen Forchheim und Eggolsheim/Hallerndorf im September in Steilböschungen an stehenden Gewässern der drei Abbaufirmen Roth, Reichold und Dormann eingebaut.
Auf Einladung des BN konnten sich jetzt die Vertreter der Freien Wähler mit Vorsitzenden Manfred Hümmer an der Spitze sowie Heiner Kredel von der Volksbank Forchheim bei einer Ortsbesichtigung davon überzeugen, dass dieses Geld gut angelegt ist. Dr. Ulrich Buchholz, Vorsitzender des BN Forchheim, bedankte sich bei ihnen.
"Ohne den Einsatz der Freien Wähler mit ihren zahlreichen Helfern aus der Forchheimer Bevölkerung sowie dem Sponsor Volksbank Forchheim wäre dieses Artenschutz-Projekt nicht möglich gewesen." Denn das Büg-Naturschutzgebiet mit seinem Umfeld liegt dem Bund Naturschutz sehr am Herzen. Wenn im kommenden Frühjahr der Eisvogel die Niströhren bezieht und seine Brut aufzieht, wäre dies die größte Belohnung für alle Beteiligten.

Gute Rahmenbedingungen
Naturschützwächter und Vogelexperte Gunter Brokt gab eine Einführung in die Welt des Eisvogels. Er zeigte sich sehr optimistisch, dass der seltene und scheue "fliegende Edelstein" hier wieder heimisch wird, weil sich die Rahmenbedingungen durch den Sand- und Kiesabbau mit steilen Ufern hinab zu den Wasserflächen sehr verbessert haben. (Mathias Erlwein)

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