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Das Duo Kreuz und Quer AG spielte beim Neujahrsempfang der Freien Wähler Forchheim am 14.01.2012. Geboten wurde Musik vor allem aus den 1920ern.

http://www.youtube.com/watch?v=HgUM2ybemvk&feature=youtu.be

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30.01.2011

Mit Gebärden-Dolmetscherin und Zaungästen

Delegation aus dem oberfränkischen Forchheim sah sich beim Neubürgerempfang der Stadt Neumarkt um - 30.01. 09:58 Uhr

NEUMARKT - Der Neubürgerempfang der Stadt Neumarkt macht Schule: Die 22. Ausgabe gestern Nachmittag im Rathaus, bei der erstmals auch eine Gebärdendolmetscherin zum Einsatz kam, lieferte einer neugierigen Delegation aus dem oberfränkschen Forchheim genügend Anschauungsmaterial.

Bürgermeister Franz Düring (re.) und Stadtrat Rainer Hortolani (mit Schal) verfolgen gebannt die Gesten der Gebärdendolmetscherin, die die Stadt speziell für die beiden gehörlosen Neubürger (sitzend) „verpflichtet“ hat.

Bürgermeister Franz Düring (re.) und Stadtrat Rainer Hortolani (mit Schal) verfolgen gebannt die Gesten der Gebärdendolmetscherin, die die Stadt speziell für die beiden gehörlosen Neubürger (sitzend) „verpflichtet“ hat.

Foto: Fritz Etzold 

Eine junge Frau „tanzt“ aus der Reihe. Während die Neubürger des vierten Quartals 2010 – von den insgesamt 826 sind rund 30 der Einladung gefolgt – brav am langgezogenen Tisch Platz nehmen, rückt sie ihren Stuhl in die Mitte des Rathaussaals, setzt sich und gibt einem jungen Paar ständig Handzeichen.

Und das alles mit dem Segen des Gastgebers. Denn die Stadt hat die Gebärdendolmetscherin selbst bestellt, als besonderer Service für die beiden gehörlosen Neu-Neumarkter, die von Cadolzburg hergezogen sind. Sie arbeitet bei Tchibo in Neumarkt, er bei MAN in Nürnberg. Doch nicht nur Arbeitsstelle und gute Zuganbindung hätten den Ausschlag gegeben: „Auch landschaftlich gefällt uns der Landkreis ganz gut, wir sind echt begeister“, bedeuten sie.

Meist sind es berufliche Gründe, die die Zuzügler in die westliche Oberpfalz führen. Im Herbst/Winter 2010 waren ausnahmsweise keine aus dem Ausland dabei, aber doch einige aus anderen Bundesländern, aus Sachsen, Schleswig-Holstein, Thüringen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen.

Die vier Herren in der hinteren Reihe kommen hingegen aus Oberfranken und fahren aber am Abend dorthin zurück. Die Stadt Forchheim möchte selbst einen Neubürgerempfang einführen und hat deswegen eine interfraktionelle Delegation nach Neumarkt geschickt, zum regionalen Vorreiter auf diesem Gebiet. Anregungen für das Projekt „Integrationsplanung der Stadt Forchheim“ hole man sich hier, verrät Delegationsleiter Michael John vom Basisinstitut Bamberg. Auch weil Forchheim als kreisangehörige Stadt und von der Einwohnerzahl her eine ähnliche Ausgangslage habe.

Gemeinsam mit den Stadträten Ludwig Preusch und Manfred Hümmer (Freie Wähler) sowie dem Forchheimer SPD-Vorsitzenden Klaus Thormann verfolgt John, wie Bürgermeister Franz Düring und Stadtrat Rainer Hortolani die Neubürger willkommen heißen und ihnen per Powerpoint Geschichte und Vorzüge ihrer neuen Heimat näherbringen. Eine Stadtführung und ein kleiner Imbiss im Bürgerhaus folgen noch. Schlau gemacht haben sich die Oberfranken zudem über die Neumarkter „Integrationslotsen“. John: „Noch 2011 wollen wir dieses Projekt auch umsetzen.“

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