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Wiesenbrüter reagieren empfindlich auf Störung
29.11.2010 - NN
Neue Tafel informiert über die Vögel im Wiesenttal — Freie Wähler spendeten 1000 Euro — Erfolgreiche Aktion
FORCHHEIM — Über die Wiesenbrüter informiert eine neue Tafel, die die Kreisgruppe Forchheim des Bundes Naturschutzes zusammen mit dem Kunreuther Künstler Roland Lindacher gestaltet hatund die nun offiziell ihrer Bestimmung übergeben wurde.
Auf der Info-Tafel, die am Trettlachweg gleich in der Nähe des Germania Sportplatzes auf städtischem Grund aufgestellt wurde, finden sich interessante Details über den Wiesenbrüter. „Der Wiesentbrüter ist ein Vogel, der seine Nester versteckt am Boden in Wiesen und Äckern ablegt. Meist erkennt man die Nester erst, wenn man fast davor steht und der aufgescheuchte Vogel schimpfend flieht“, erläutert Friedrich Oehme, Geschäftsführer der BN-Kreisgruppe.
Gerade diese Störungen, egal ob durch Mensch oder Hund, seien in der Brutzeit und während der Aufzucht der Jungen äußerst gefährlich, so Oehme. Denn es dauere oft sehr lange, bis der beunruhigte Altvogel zum Nest zurückkehre. Bis dahin könnten die Eier erkaltet oder die junge Brut unterkühlt sein. Die Tafel weist die Spaziergänger darauf hin, die Wiesen abseits der Wege während der Brutzeit im Mai/Juni nicht zu betreten und dies auch für Hunde sicher zu stellen.
Tafel mutwillig herausgerissen
Einen Wermutstropfen gab es: Unbekannte Täter hatten in der Nacht von Donnerstag auf Freitag die gerade frisch aufgestellte Tafel aus ihrem Fundament wieder herausgerissen und dabei einen Sachschaden von rund 200 Euro verursacht. Die Polizei sucht nun nach Zeugen des Vorfalls. Die Info-Tafel wurde dann rechtzeitig zur Übergabe wieder montiert.
Unterstützt haben die Freien Wähler die Errichtung der BN-Infotafel. Sie spendeten 1000 Euro, aus dem Erlös der Aktion „Forchheim wird putzmunter“ stammten. Diese Müllsammelaktion erfreue sich einer immer größeren Beliebtheit, so Freie-Wähler-Chef Manfred Hümmer. 2009 wurden 400 Kilogramm Müll von rund 30 freiwilligen Helfern gesammelt; 2010 waren es bereits rund eine Tonne Müll und rund 50 freiwillige Helfer. Dankbar ist Hümmer, dass man mit der Volksbank Forchheim einen Sponsor gefunden habe, der für jedes Kilogramm Müll einen Euro an Spendengelder bereitstelle. Das so gesammelte Geld spenden die Freien Wähler wiederum an Umweltschutzprojekte in der Stadt.

