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Das Duo Kreuz und Quer AG spielte beim Neujahrsempfang der Freien Wähler Forchheim am 14.01.2012. Geboten wurde Musik vor allem aus den 1920ern.

http://www.youtube.com/watch?v=HgUM2ybemvk&feature=youtu.be

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19.10.2010 - Fränkischer Tag

Gründung - Das reaktivierte Bündnis "Bunt statt braun" will rechtsradikalen Umtrieben in Forchheim entgegentreten.

Forchheim 1. Mai 2006: DGB-Maifeier auf dem Rathausplatz: Anwesend war Werner Schnabel, der Regionsvorsitzende für Oberfranken-West, da werden während der Reden am Rande des Platzes von einer Schar junger Männer ein Transparent und Fahnen enthüllt. Es handelt sich um neonazistische Parolen bzw. Organisationen. Die Veranstalter lösen das DGB-Transparent am Podium und viele der Besucher stellen sich mit ihm vor die rechtsradikalen Jugendlichen.
Dieser Vorfall war der Anlass, auch in Forchheim ein Bündnis "Bunt statt braun" ins Leben zu rufen, erklärte Schnabel bei der offiziellen Bündnisgründung. Zu ihr hatten sich über 50 Personen im Gasthaus Marktplatz eingefunden. Die Versammlung bestimmte einen Sprecherrat. Ziel sei ein "zivilgesellschaftliches Bündnis" mit dem Konsens: "Das wollen wir nicht". Und: "Unser Gegner ist nicht Herr Schönfelder, sondern die Neonazis.".
Das Bündnis, an dessen Treffen bisher auch OB Franz Stumpf und die frühere Dritte Bürgermeisterin Maria Wagner teilgenommen haben, sah bis dato seine Aufgabe in Aufklärung und im Gedenken. In den letzten zwei Jahren, so Günter Pierdzig, der mit Schnabel die 35 nordbayerischen Bündnisse gegen Rechts koordiniert, haben die rechtsextremen Aktivitäten in Forchheim zugenommen: eine ganze Anzahl von Schmierereien mit verbotenen Symbolen, ein Auftritt auf dem Annafest und im September 2010 eine Schulhof-Attacke mit Anti-Bundeswehr-Parolen des "Freien Netz Süd". "Fränkischer Heimatschutz" nannte sich die Gruppierung 2006, jetzt agitiert ein "Freies Netz Süd". Dahinter steckt ein verflochtenes Gewirr von Gruppen und Organisationen, die eines gemeinsam haben: Ihr Gedankengut ist nicht weit entfernt von der Ideologie des Nationalsozialismus.
Die Aktivisten der 2004 verbotenen Fränkischen Aktionsfront betreiben das "Freies Netz Süd" mit seiner Website. Durch sie sind die "Kameradschaften" vernetzt. Daneben existiert ein Kreisverband Bamberg-Forchheim der NPD mit Unterorganisationen. Vorsitzender ist Axel Michaelis, der Landesgeschäftsführer. Bis zu seinem Austritt 2008 – wegen mangelnder Radikalität – war das Matthias Fischer, der für zahlreiche Aufzüge in Gräfenberg verantwortlich war. Durch den Austritt brach die Arbeit der Jungen Nationaldemokraten (JN) zusammen, die damals in Forchheim auftraten. Man versucht sie wieder aufzubauen. Dazu gehört nach Pierdzig die Gruppe "nsregnitz", die im Juli in Forchheim auftrat. "NS" wird dabei mit nationaler Stammtisch übersetzt. "Sie soll bewusst über deren eigentliche Ideologie, den Nationalsozialismus hinwegtäuschen und zugleich die geistige Nähe provokativ ausdrücken", sagte Pierdzig. Er beklagte das Schweigen und Wegschauen der Demokraten und das Abwiegeln von Polizei und Behörden. "Haben wir wirklich schon vergessen, dass die Ideologie der Neonazis dieselbe ist wie die der Nationalsozialisten?"
Als einen "Mechanismus" erklärte Schnabel das Bedürfnis, rechts- und linksextrem gleichzusetzen. Gewaltbereitschaft bei Extremen sei Sache der Polizei, den zivilen Bündnissen obliege die Aufklärungsarbeit. Er hält die Gleichsetzung rechts-links für schädlich, da dann die Ursachenklärung auf der Strecke bleibe. Gerade Fragen zur Vergangenheit und zur Aufklärung in den Schulen bewegten die Zuhörer. Manfred Hümmer (FW-Stadtrat) folgerte aus den Erkenntnissen der Friedrich-Ebert-Stiftung ein "Bündnis nicht nur gegen Rechtsextreme, sondern für Offenheit und Toleranz". An die Öffentlichkeit tritt das Bündnis am 8. November mit einer Stadtführung zu den Wohnhäusern früherer jüdischer Mitbürger. (
Gründung Das reaktivierte Bündnis "Bunt statt braun" will rechtsradikalen Umtrieben in Forchheim entgegentreten. (pauline lindner)

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