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Jede Woche liegt eine Tonne Müll da
19.04.2010 - FT
Aktion - Unter dem Motto: "Forchheim wird putzmunter" luden die Forchheimer Freien Wähler zu einer Säuberungsaktion der Stadt ein. Zahlreiche Gruppierungen schlossen sich an.
Forchheim Beeindruckend und erschreckend zu gleich, ist das Ergebnis der Säuberungsaktion "Forchheim wird putzmunter", zu der die Freien Wähler (FW) Forchheim eingeladen hatten. Insgesamt rund eine Tonne an achtlos weggeworfenem Müll sammelten die rund 55 freiwilligen Helfer in Forchheim und in den Stadtteilen in drei Stunden zusammen.
Das Sammelgebiet umfasste die Flächen von der Käsröthe über die Innenstadt – besonders den Stadtpark, bis zur Schleuseninsel. Vier Säuberungstrupps machten sich auf den Weg.
Das Ergebnis wurde am Mittag im Stadtgartenamt "aufgetürmt." "Es ist Wahnsinn, was die Leute alles wegwerfen", schüttelte ein sichtlich überraschter FW-Chef Manfred Hümmer den Kopf. Vom Computermonitor, über ein altes Fahrrad, jede Menge Hausmüll, bis hin zu einem zerrissenen BH, der das letzte heftige "Outdoor-Liebesspiel" nicht überstanden hatte, fand sich eine breite Palette an weggeworfenen Gegenständen. Besonders bedenklich: Die Sammler fanden jede Menge an leeren Whiskey- und Wodka-Flaschen, die bei nächtlichen Saufgelagen im Stadtpark und auf der Schleuseninsel zurückgelassen wurden.
Wer denkt, die Tonne Müll sei das Relikt einer ganzen Periode, der irrt. "Das letzte Mal haben wir genau die gleichen Säuberungstouren letzten Montag gefahren", erklärte Stadtgartenamtsleiter Herbert Fuchs. Traurige Wahrheit: Jede Woche werden alleine im Stadtgebiet und auf der Schleusen- und Sportinsel rund eine Tonne Müll und Unrat verbotenerweise in der Natur entsorgt.
Im Anschluss an die Sammelaktion trafen sich alle Helfer zu einem gemeinsamen Mittagessen im Stadtgartenamt. Beteiligt waren Mitglieder der Landschaften der Russland-Deutschen, der Rumänien-Deutschen, des Türkischen Kulturvereins, der SPD, des Sport- und Musikvereins Buckenhofen und der Freien Wähler sowie Privatpersonen.
Die Müllsammelaktion hat die Volksbank auf den Plan gerufen. "Man wolle so viel Umweltbewußtstein unterstützen", betonte Heinrich Kredel von der Volksbank Forchheim, die die Aktion "Forchheim wird putzmunter" nun als dauerhafter Sponsor unterstützt. "Einen Euro für jedes gesammelte Kilo Müll", zahlt das Kreditinstitut. So kamen 1000 Euro zusamen. Mit dem Geld sollen "Umweltprojekte" in der Stadt Forchheim gefördert werden.

