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FW-Stadträte besuchen Moschee
14.06.2010 - FT
Forchheim Sich besser kennen- und dadurch verstehen zu lernen, war das Ziel des Besuchs einer aus Stadträten und Vereinsmitgliedern bestehenden Delegation der Freien Wähler in der Yunus Emre Moschee.
In der Pressemitteulung heißt es, dass der neue Imam, Yusuf Aksis, und der zweite Vorsitzende des Moscheevereines, Sinan Hosaf, Fragen zum beabsichtigten Beitritt der Türkei in die EU beantworteten. Auch die Rolle der Frau in der islamischen Gesellschaft und die Bemühungen der muslimischen Gemeinden in Deutschland bezüglich Integration und konfessionsübergreifender Toleranz waren Thema. Stadtrat Erwin Held regte an, dass diese sich stärker als bislang geschehen auch am politischen Leben beteiligen sollten.
FW-Chef Manfred Hümmer betonte, es gelte, sich der kulturellen, religiösen und gesellschaftssoziologischen Unterschiede bewusst zu werden, diese aber im Hinblick auf das Erkennen und Leben von Gemeinsamkeiten in den Hintergrund zu stellen. Die Notwendigkeit, aufeinander zuzugehen, ergäbe sich schon alleine aus der Tatsache, dass viele Muslime der zweiten und dritten Generation mit einem Daueraufenthaltsrecht ausgestattet sind und Deutschland als ihre Heimat betrachten würden.
Diskreditierende Aussagen gegenüber jungen Ausländern, wie jüngst bei einer CSU-Veranstaltung im Landkreis geschehen, seien dagegen geeignet, die Integrationsbemühungen beider Seiten zu konterkarieren. Nach Besichtigung der Moschee und Erläuterung der religiösen Rituale des muslimischen Freitaggebetes beschloss man bei einem gemeinsamen Abendessen, den Dialog fortzusetzen.
