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Leitbild der Freien Wähler Forchheim e. V.

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"Die letzte Maß um 23 Uhr!"

11.08.2009 - FT

Antrag Die SPD und die Freien Wähler sehen die Verkürzung der Sperrzeit auf dem Annafest als gescheitert. Sie wollen zurück zur bisherigen Regelung und haben eine Sondersitzung beantragt.

Forchheim Der Versuch, durch die Verlängerung des Ausschanks auf dem Annafest bis Mitternacht eine "Entzerrung" zu erreichen, ist aus Sicht der Forchheimer SPD gescheitert. Die Sozialdemokraten wollen zurück zur bayernweiten Regelung, wonach um 23 Uhr statt heuer um 24 Uhr die letzte Maß ausgeschenkt wird.
Manfred Hümmer, (Freie Wähler) geht noch darüber hinaus. Er fordert eine Sondersitzung zum Thema Annafest. Und zwar zeitnah. Dazu sollen nach Hümmers Vorstellung auch Vertreter des Ordnungsamtes, des Jugendamtes, der Polizei und der Wirte eingeladen werden. Selbstverständlich seien auch der Kreisjugendring und die Hilfsorganisationen hinzu zu ziehen, die über ihre Einsätze berichten. Das Gremium brauche Mitteilungen aus erster Hand, keine "gefilterten Informationen".
Hümmer verlangt in diesem Zusammenhang auch Aufklärung darüber, wie mit den 66 Anzeigen gegen Festwirte verfahren wird. Dabei gehe es schließlich auch um Verstöße gegen die Jugendschutzbestimmungen, die nach den Bekundungen der Politiker im Vorfeld unnachgiebig geahndet werden sollten.
Um 23 Uhr nicht die erste Maß Reinhard Otzelberger (SPD) hat weitere Argumente, zur bisherigen Ausschank-Regelung zurückzukehren. Wer in Ruhe ein Bier trinken wolle, gehe nicht um 22 Uhr aufs Annafest. Und die Maß, die sich jemand vor Mitternacht bestellt habe, sei in den allerseltensten Fällen die erste Maß des Abends gewesen. "In der Regel die dritte, vierte oder gar noch mehr.".
Vor allem für die freiwilligen Helfer des Roten Kreuzes oder der anderen caritativen Einrichtungen habe die Sperrzeit-Verkürzung mindestens eine Stunde weniger Schlaf bedeutet. Und die Geduld der Anwohner sei durch das Treiben bis tief in die Nacht hinein in unzumutbarer Weise strapaziert worden.
Otzelberger ist sich mit den Freien Wählern auch einig, dass es ein Gesamtkonzept für das Annafest geben muss. Die Organisation müsse auf die Schultern des gesamten Stadtrates ausgeweitet werden. Das sei keineswegs gegen den zweiten Bürgermeister Franz Streit gerichtet, bekräftigt Manfred Hümmer, im Gegenteil. So müsse er nicht für jede Entscheidung den Kopf hinhalten, sondern könne auf den Stadtrat verweisen.
"Freie" wollen Schnapsverbot Geklärt wissen will Manfred Hümmer auch, ob es nicht möglich ist, für die Dauer des Annafestes ein Ausschankverbot von Schnaps zu erwirken. "Der Veranstalter ist die Stadt und der Organisator bestimmt auch die Regeln", argumentiert der Stadtrat. In Punkto Gewaltbereitschaft habe das Annafest mit 28 Schlägereien den bisherigen Negativrekord von 23 Prügeleien noch überboten. Dem massiven Polizeiaufgebot sei es zu verdanken, dass weitere 22 Schlägerein im Ansatz verhindert werden konnten.
Bei der CSU, so der Sprecher des Hauptausschusses, Karl-Heinz Fleckenstein, gebe es eine eindeutige Beschlusslage, wonach Franz Streit dem Stadtrat über den Verlauf des Annafestes Bericht erstatten soll. Selbstverständlich sollen beim "Vorsingen" die Fakten auf den Tisch. Nur so könnten weitere Entscheidungen getroffen werden. Für "Schnellschüsse" und Vorverurteilungen sei die CSU nicht zu haben.
Ähnlich äußert sich Heinz Endres (FBF). Es sei sinnvoll, über den Versuch zu reden. Welche Konsequenzen daraus zu ziehen seien, werde sich aus den gewonnenen Informationen ergeben. OB Stumpf zu diesem Thema: "Da kann ich im Moment noch nicht viel dazu sagen, weil mir noch die Stellungnahmen von Polizei und den übrigen Beteiligten fehlen." Stumpf ließ aber keinen Zweifel, dass über den Versuch der Sperrzeitverkürzung diskutiert werden müsse. Die Kellerwirte seien geteilter Meinung. Im Septemer oder Oktober werde sich der Stadtrat mit dem Thema beschäftigen. (Josef Hofbauer)

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