Braucht die Stadt ein Gutachten?
Freie Wähler mahnen fehlende Strategie an — Verwaltung soll Kosten prüfen
| Braucht Forchheim ein neues städtebauliches Gutachten? An dieser Frage entzweien sich die Meinungen zwischen den Stadtratsparteien. Die Freien Wähler fordern eines. FORCHHEIM (kf) — Ihr Antrag auf ein „integratives städtebauliches Entwicklungskonzept“ soll nun geprüft werden. Der Planungsausschuss des Stadtrates billigte, dass das Bauamt Angebote einholt, um die Kosten zu ermitteln. Nach Meinung der Freien Wähler könnte das neue Konzept bisher vernachlässigte Aspekte der Stadtplanung berücksichtigen. Dabei haben die Freien Wähler zum Beispiel ökologische Aspekte wie Energieverbrauch von Gebäuden, kompakte Siedlungsformen sowie den Öffentlichen Nahverkehr im Auge. Die Fraktion verweist darauf, dass andere Städte wie Gunzenhausen und Herzogenaurach derartige Entwicklungskonzepte in Auftrag gegeben haben. Noch in der Ausschusssitzung zeigte sich, dass die Freien Wähler mit Widerstand zu rechnen haben. Die CSU-Vertreter Holger Lehnard und Udo Schönfelder meinten, es gebe schon genug Gutachten zur Stadtentwicklung. Man solle diese lieber zusammenfassen. FW-Fraktionsvorsitzender Manfred Hümmer hielt dagegen: „Das innerstädtische Verkehrskonzept ist zum Beispiel 23 Jahre alt. In 23 Jahren hat sich enorm viel verändert.“ Es fehle, so Hümmer, eine Strategie für die Stadt; man müsse „in die Zukunft schauen“. Zurück zur Übersicht |