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In größter Stadt gibt es größten Andrang aufs Amt

19.01.2008 - FT

Kommunalwahl - Das Kandidatenkarussell ist in voller Fahrt. In Stadt und Landkreis Forchheim bemühen sich 71 Bewerber um die Gunst der Wähler. Je kleiner die Gemeinde ist, desto stärker dominieren lokale Listen. Der FT erleichtert mit einer grafischen Aufbereitung den Überblick.

(Ekkehard Roepert, Kreis Forchheim) In den 29 Kommunen des Landkreises Forchheim haben die Bürger am 2. März die Wahl zwischen 71 Bürgermeisterkandidaten. Joachim Gebhardt von der Wählerliste „Unabhängig“ in der Gemeinde Wiesenttal war der letzte der 71 Bewerber, dessen Kandidatur bis zuletzt noch ungewiss war.
Der 21-jährige Gegenkandidat des amtierenden Bürgermeisters Helmut Taut hat mittlerweile die erforderliche Mindestzahl (60) an Unterstützer-Unterschriften deutlich überschritten (121) und steht somit Anfang März zur Wahl.
Fünf Herausforderer für Stumpf Die größte Auswahl unter Bürgermeisterkandidaten haben im März die Bürger in Forchheim. Den amtierenden Oberbürgermeister Franz Stumpf haben in der Großen Kreisstadt gleich fünf Bewerber herausgefordert: Sowohl die SPD, die Freien Wähler, die Grünen, die FDP als auch die REP schicken einen eigenen Kandidaten ins Rennen gegen den Mann, der bei der letzten Wahl rund dreiviertel der Wählerstimmen errang.
Während in Forchheim im wesentlichen die klassischen Parteien das politische Geschehen bestimmen, ist die Zusammensetzung der Gemeinde- und Stadträte kleinerer Kommunen deutlich von den örtlichen Gruppierungen geprägt. In Egloffstein, wo nach dem Ende der Bürgermeister-Ära Christian Meier ein knapper Wahlausgang erwartet wird, sind die gängigen Parteien überhaupt nicht im Bürgermeister-Rennen vertreten: Zur Wahl stehen hier Stefan Förtsch von den Freien Wählern Affaltertal, Nikolas Thäter von der Unabhängigen Gemeindeliste und außerdem Karl-Heinz Igel von der Dorfgemeinschaft Bieberbach.
Im Gegensatz zu Gemeinden wie Egloffstein oder auch Pretzfeld (fünf Kandidaten wollen hier Bürgermeister werden, davon zwei Frauen), in denen der Wahlausgang völlig offen ist, können sich die Bewerber in den Gemeinden Hetzles, Obertrubach, Poxdorf, Wiesenthau und Uterleinleiter am Wahlabend gelassen zurücklehnen: Denn Franz Schmidtlein, Willi Müller, Gunhild Wiegner, Hans Weisel und Gerhard Sendelbeck (allesamt amtierende Bürgermeister) stehen am 2. März konkurrenzlos da, wenn die Gemeindebürger zur Wahlurne schreiten.
Nur teilweise neue Gesichter Die meisten Parteien und Gruppierungen, die in der Kommunalwahl 2008 antreten, gab es schon vor sechs Jahren. Mancherorts sind inzwischen aber auch neue Gruppen aufgetaucht, die ebenfalls ins Kommunalparlament drängen.
Dazu gehören auch die beiden reinen Frauenlisten in Heroldsbach und in Pretzfeld. Oder in Forchheim der Freie Bürgerblock (FBF), der nach der Abspaltung der Freien Wähler Forchheim entstanden ist.
Im Bürgerblock bewerben sich die vier Ex-Stadträte der Freien Wähler um ein Stadtratsmandat. Auf Grund ihrer Popularität wird erwartet, dass zumindest zwei von ihnen auch in den Stadtrat einziehen werden. Demnach wird einer der bisherigen Parteien mit großer Wahrscheinlichkeit Federn lassen müssen. Bisher verteilen sich die 40 Sitze in der größten Kommune des Kreises auf die CSU (20), die SPD (9), die Grünen (3), die Freien Wähler (4), sowie die Republikaner, die FDP und die Jungen Bürger (jeweils einen Sitz).

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