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Grüne sind die Wahlgewinner
04.03.2008 - FT
Entscheidung - Die FGL gewinnt zwei Mandate hinzu und ist im neuen Forchheimer Stadtrat mit fünf Sitzen vertreten. Die zwei großen Parteien, CSU und die SPD, verlieren zusammen fünf Sitze.
(Ekkehard Roepert, Forchheim) „Ich bin sprachlos“. „Grandios!“ „Das müssen wir erst verdauen“. Überschäumend waren die Reaktionen von Annette Prechtel, Edith Fießer und Gerhard Meixner. Das Trio, das bisher die FGL-Politik im Rathaus geprägt hatte, wollte es gestern kaum glauben: Zwei weitere Mandate für die FGL. „Die Wähler wissen, wo wir stehen“, sagte Annette Prechtel, die mit 5805 Stimmen das absolute Spitzenergebnis der FGL eingefahren hatte. Die „Berechenbarkeit einer konsequenten Oppositionspolitik“ sei belohnt worden. Auf Platz zwei kam Edith Fießer mit 3085 Stimmen. Die zwei Neuen in der FGL-Stadtratsfraktion sind OB-Kandidat Wolfgang Schreyer und Manfred Schade.
Die drei verlorenen CSU-Sitze habe er nicht erwartet, sagte Franz Stumpf; andererseits spiegelten sie den Landestrend wieder. Forchheims CSU-Chef Udo Schönfelder sprach von einem „ordentlichen Ergebnis“. Vor dem Hintergrund des Generationenwechsels in der Forchheimer CSU und der politischen Großwetterlage gehe das Resultat „durchaus in Ordnung.“ Mit den drei CSU-nahen JB-Stimmen und der Stimme des Oberbürgermeisters habe die CSU ja weiter die Mehrheit im Stadtrat, rechnete Schönfelder.
Die neu formierten Freien Wähler haben drei Mandate geholt und blieben nur knapp hinter dem von Manfred Hümmer formulierten Ideal (Fraktionsstärke mit vier Sitzen). Alles andere als ideal war das SPD-Ergebnis. Zufrieden sein konnte Fraktionschef Reinhold Otzelberger nur mit seinem persönlichen Resultat, das er im Vergleich zu 2002 von 6000 auf 7048 Stimmen verbessert hatte. Aber die SPD hat zwei Sitze verloren – und vor allem den erfahrenen Klaus Thormann nicht mehr dabei. „Die Wähler haben stark auf die Kleinen gesetzt,“ sieht Otzelberger einen Grund für die zwei verlorenen SPD-Sitze.
Die FDP, die seit dem guten Abschneiden ihres OB-Kandidaten Sebastian Platzek von zwei Sitzen träumte, wurde bestätigt. „Das hat es seit Jahrzehnten in Forchheim nicht mehr gegeben,“ hatte Platzek schon am Sonntag gesagt.
Der Freie Bürgerblock Forchheim (FBF) brachte seine populärsten Bewerber in den Stadtrat: Heinz Endres und Manfred Mauser. Persönlich freue er sich, sagte Mauser; sah aber auch die „harte Arbeit“, die jetzt warte. „Wir müssen kämpfen, um uns zu profilieren.“

