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Analyse sieht im Plusmarkt kein Minus

11.06.2008 - FT

Untersuchung - Der Discounter entspricht dem Einzelhandelskonzept der Stadt Forchheim. Das stellt die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung in ihrer Expertise zur umstrittenen Ansiedlung des Marktes in der Schlachthofstraße fest.

(Andreas Oswald, Forchheim) Das war für Oberbürgermeister Franz Stumpf, nach eigenen Worten, „ein innerer Reichsparteitag“: Der Petitionsausschuss hatte festgestellt, dass das Verfahren um die Ansiedlung eines Plusmarktes in der Schlachthofstraße korrekt verlaufe. Und dann auch noch das Ergebnis der Auswirkungsanalyse der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung. Für Stumpf genügte schon der Schlußsatz der Expertise:„…dass die vorgesehene Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes auch den Inhalten des aktuell im Abstimmungsprozess befindlichen Einzelhandelskonzepts der Stadt Forchheim entspricht.“
Mit Genugtuung stellte Stumpf fest, dass die Behauptung der Supermarktgegner, es werde etwas gebaut, was nicht notwendig sei, von den Marktforschern nicht so gesehen werde. „Stattdessen ist vielmehr eine Verbesserung der wohnortnahen Versorgungssituation in den umliegenden Wohngebieten im Forchheimer Nordosten anzunehmen“, heißt es in der Auswirkungs-Analyse. Allerdings wies Stumpf im Planungsausschuß auch auf eines hin: „Was natürlich noch nicht geklärt ist, ist die Frage der Verkehrsregelung und Lärmbelastung“. Stumpf schlug vor, das Verfahren weiter zu führen, um – wie er sich ausdrückte – „amol quick und quack zu sagen“.
Tickende Zeitbombe Manfred Hümmer (Freie Wähler) warnte vor „einer tickenden Zeitbombe“ hinsichtlich der Verkehrsentwicklung an der Kreuzung Adenauerallee, Schlachthofstraße, Untere Kellerstraße.Reinhold Otzelberger (SPD) betonte, dass das Verfahren zwar inhaltlich korrekt verlaufe, nicht jedoch politisch in Ordnung sei.Selbst die Marktanalysten würden indirekt zugeben, dass die Schlachthofstraße für den Verkehr nicht geeignet sei. Holger Lehnard (CSU) hingegen sah in dem Gutachten „überwiegend Positives“. Viele Anlieger würden inzwischen einen Supermarkt befürworten,bekräftigte CSU-Fraktionsvorsitzender Udo Schönfelder . Sebastian Platzek (FDP) sah sich in der Diskussion Pro und Contra Supermarkt an „sozialistische Urzeiten“ erinnert. Über die Verkehrsfrage und die Lärmbelästigung müßten Sachverständige entscheiden. Die Fortführung des Verfahrens wurde Mehrheitlich gegen die Stimmender SPD, der Freien Wähler und der Grünen beschlossen.

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