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Freie Wähler entscheiden heute

04.12.2007 - FT

Streit - Warum sich die FW-Stadtratsfraktion aufgelöst hat und wie es weitergehen soll, dazu wollen sich Heinz Endres, Manfred Mauser, Hans-Jürgen Reinwand und Geo Kohlmann erst heute äußern..

(Ekkehard Roepert, Forchheim) An der Basis der Freien Wähler brodelt es. Gestern zeigten sich die meisten FW-Mitglieder aber wortkarg. Heinz Endres, der bisherige FW-Fraktionssprecher, sagte lediglich, dass es die Stadtratsfraktion (bestehend aus Heinz Endres, Manfred Mauser, Hans-Jürgen Reinwand und Geo Kohlmann) nicht mehr geben wird. Den entsprechenden Antrag hat das Quartett am Freitag dem Oberbürgermeister Franz Stumpf überreicht. Nicht richtig sei, so Heinz Endres, dass er und seine drei Stadtratskollegen aus der Wählergemeinschaft der Freien Wähler ausgetreten seien. Was die Ex-Fraktionsgemeinschaft der FW genau zu tun gedenkt; was die genauen Gründe ihres Schrittes ist – das wird sie heute bei einem Pressegespräch bekannt geben. Weder am Wochenende noch am Montag waren Heinz Endres, Manfred Mauser, Hans-Jürgen Reinwand und Geo Kohlmann zu einer Auskunft bereit. Heute um 11 Uhr werden sie ihr Schweigen brechen und damit wird sich die Zukunft der Freien Wähler entscheiden.
Das sieht auch Manfred Hümmer so. Seit er bei der Nominierungsversammlung mit 70 Prozent der Stimmen zum Oberbürgermeisterkandidat der FW gekürt wurde, ist der Wurm drin in der Wählergruppierung. Denn unter den 30 Prozent, die Hümmer bei der OB-Kandidatur nicht unterstützten, waren auch die FW-Stadträte. Aus Freundschaft zum amtierenden Oberbürgermeister Franz Stumpf (WUO/CSU) hatte das Stadtrats-Quartett sich gegen einen eigenen Kandidaten entschlossen.
Wie Manfred Hümmer gestern dem FT sagte, habe er diese Entscheidung auch akzeptiert; allerdings unter der Bedingung, dass sie sich im Wahlkampf neutral verhielten. Diese Zusicherung hätten ihm die vier auch gegeben. Doch als das Quartett dann bei der Nominierungsversammlung Wählergemeinschaft Unabhängiger Oberbürgermeister (WUO) aufgetaucht war und Franz Stumpf dort 100 Prozent der Stimmen einheimste, war klar, dass er öffentlich auch von den Freien Wählern unterstützt wurde.
Damit, so Manfred Hümmer, habe Endres, Reinwand, Mauser und Kohlmann das Versprechen, sich neutral zu verhalten, gebrochen. Von „Parteiverrat“, wie öffentlich kolportiert, habe er nie gesprochen, versichert Manfred Hümmer. Lediglich habe er versucht, „die internen Irritationen zu beheben.“ Er habe die Stumpf-Unterstützer aufgefordert, sich in einer Presseerklärung öffentlich zu den Zielen der Freien Wähler zu bekennen. Das hätten sie verweigert.
Und jetzt? Auch Manfred Hümmer will abwarten, wie sich Endres und seine Kollegen heute äußern. „Wir verlieren vier Zugpferde,“ davon geht der Oberbürgermeister-Kandidat aus. Aber er sehe diese Situation auch als Chance zur Neuorientierung. „Wir werden selbstbewusst in den Wahlkampf gehen,“ kündigt Hümmer an, „vielleicht sogar eindeutiger orientiert.“
Auch wenn die vier FW-Stadträte ihren Austritt aus der Wählergemeinschaft nicht erklärt haben, geht Hümmer davon aus, dass das Quartett im März 2008 nicht mehr für die FW kandidiert. „Wir nominieren neu,“ sagt Hümmer. Zumindest technisch sei das kein Problem, da die Wahlunterlagen der ersten Nominierung noch gar nicht abgegeben seien.

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