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Raserei in Kersbach

Pressemitteilung vom 25.06.2015

Raserei in Kersbach

Freie Wähler fordern alsbaldige Abhilfe

Seit Jahren weisen schon die Freien Wähler Forchheim auf die Zunahme des Straßenverkehrs in Kersbach und die damit verbundenen Gefahren und Belastungen hin. Um der Sache genau auf den Grund gehen zu können, regten sie deshalb bei der Stadt Forchheim die Durchführungen von Verkehrsmessungen an. Deren Ergebnis liegt nun vor und gibt ernsthaft Anlass zur Sorge. Die Freien Wähler fordern deshalb nachhaltige Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung.

Im Zeitraum März bis April 2015 wurden die 24-Stunden – Messungen an folgenden Punkten in Kersbach durchgeführt:

Kersbacher Straße bei Einmündung Bahnhofsstraße ortseinwärts und in Richtung Forchheim, Gosberger Straße Ortsende Richtung Kersbach und in Richtung Deponie,  Baiersdorfer Straße westlich der Waldstraße ortsein- und ortsauswärts, Poxdorfer Straße ortsein- und ortsauswärts, Kersbacher Straße südwestlicher Ortsausgang Richtung Kersbach und südwestlicher Ortsausgang Richtung Effeltrich.

In der Zusammenfassung lässt sich folgendes sagen:

Die Kersbacher Straße und die Baiersdorfer Straße sind die am meisten frequentierten Straßen in Kersbach. Im Bereich der Einmündung zur Bahnhofsstraße erbrachte die Messung 924 Fahrzeuge in der Stunde bzw. rund 8.750 Fahrzeuge am Tag. Am anderen Ortsende Höhe Einmündung Irrlrinnig waren 774 Fahrzeuge pro Stunde bzw. 6529 Fahrzeuge am Tag zu verzeichnen. In der Baiersdorfer Straße  waren es 611 Fahrzeuge in der Stunde oder 4132 Fahrzeuge pro Tag.

Erschreckend ist sind folgende Messergebnisse: Die innerhalb der Ortschaft festgehaltenen Spitzengeschwindigkeiten für PKW betrugen an mehreren Messpunkten deutlich über 100 km/h, der Spitzenwert lag hier bei 135 km/h am Messpunkt Höhe Irrlrinnig. Auch LKW fahren durchweg zu schnell. Der  Höchstwert lag hier bei 100 km/h, gemessen ebenfalls am südwestlichen Ortseingang. Ein untrügliches Indiz dafür, dass in Kersbach generell viel zu schnell gefahren wird, ist  die Auswertung der sogenannten Kennzahl „85%-Geschwindigkeit“, die von Verkehrsingenieuren entwickelt wurde, um das Geschwindigkeitsniveau zu beurteilen. Sie ist die Durchschnittsgeschwindigkeit, die von 85% der gemessenen Fahrer eingehalten und von 15 % überschritten wird. Die 85 %-Geschwindigkeit einer Straße sollte unterhalb der zulässigen Höchstgeschwindigkeit liegen. Falls nicht, ist es ein Sicherheitsmangel der Straße, der von der Behörde behoben werden muss.  Und hier schrillen in Kersbach die Alarmpfeifen: Der angesetzte 85%-Maßstab ergab, dass ausnahmslos Durchschnittswerte von über 70, teilweise sogar von über 80 Km/h vorliegen. Die Freie Wähler – Stadtratsfraktion fordert deshalb die verantwortlichen Stellen in der Stadtverwaltung auf, diesen Missstand alsbald zu beheben. Vorsitzender Manfred Hümmer: Es ist aber nicht damit getan,  sporadische Radarkontrollen seitens der Polizei zu veranlassen. Vielmehr müssen nachhaltige Maßnahmen ergriffen werden, um das Problem der Raserei zu lösen. Erst vor kurzem wurde in Kersbach ein Schulkind beim Überqueren der Fahrbahn von einem PKW erfasst, das darf sich nicht wiederholen.

V.i.S.d.P.:

Manfred Hümmer