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FW wollen Baupolitik mit Augenmaß
15.11.2009
FW wollen Baupolitik mit Augenmaß
Kritik an Rasenmähermethode der CSU
Auf Kritik stößt bei den Freien Wählern die Behauptung der CSU, die „Opposition“ würde mit ihrer Blockadehaltung jegliche Stadtentwicklung verhindern.
Schönfelder & Co. gehe es nicht primär um junge Familien sondern in erster Linie darum, gewisse Privilegien, die Forchheim als Große Kreisstadt genieße, zu sichern. Die seitens der CSU geforderte Hanglagenbebauung sei wegen der schwierigen Erschließung extrem teuer und käme schon alleine deshalb für junge Familien oft nicht in Frage, so die FW in ihrer Pressemitteilung. Anstatt nun, wie gefordert, jeden Hang und auch noch die letzte grüne Wiese zu bebauen, sei Augenmaß von Nöten. Zuerst müsse mit Blick in die Zukunft und unter Berücksichtigung der demographischen Entwicklung geprüft werden, ob und wenn ja wo eine Baulandausweisung überhaupt erforderlich sei. Zweifelsfrei bestehe ein größerer Bedarf an sozialem Wohnungsbau, denn immer weniger Menschen können sich Wohneigentum leisten. Darüber hinaus bedinge der steigende Altersdurchschnitt der Bevölkerung und die damit einhergehende Suche nach altersgerechtem Wohnraum, dass künftig vermehrt gebrauchte Einfamilien- und Reihenhäuser, die diesem Profil nicht entsprechen, auf dem Immobilienmarkt gerade auch jungen Familien angeboten werden könnten. Grundsätzlich gehe der Trend zu kompakter Wohnbauweise bei kleinen und daher erschwinglichen Grundstücken, weshalb bereits 2008 durch den Stadtrat die Ausschreibung eines Architektenwettbewerbs für junges Wohnen in 2010 am Gelände des Hallenbades und der Stadtgärtnerei einvernehmlich beschlossen wurde. Auch bei der geplanten Bebauung in den Gebieten Dorfäcker und Linsengraben in Burk hätten die Freien Wähler ihre grundsätzliche Zustimmung erteilt, schon alleine deshalb greife der Vorwurf einer Blockadehaltung ins Leere. Generell sei aber zu beachten, dass die Wohn- und Lebensqualität durch unbebaute Erholungsgebiete, grüne Lungen und naturnahe Flächen positiv beeinflusst werde, weshalb die undifferenzierte Rasenmähermethode der CSU kontraproduktiv und verfehlt sei. Wenn Schönfelder nun behaupte, in Forchheim hätte in der Vergangenheit der Mut zur Baulandausweisung gefehlt, müsse er sich fragen lassen, warum die CSU ihre damaligen Mehrheiten nicht genutzt habe, so Fraktionssprecher Manfred Hümmer abschließend.
