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Freie Wähler mit viel Energie
06.01.2012
Dialog mit dem Klimaschutzbeauftragter der Stadtwerke Forchheim
Auf Einladung der Freien Wähler Forchheim stellte der Energieberater der Stadtwerke Forchheim, Matthias Höll, die auf Basis eines Antrags der Freien Wähler ausgearbeiteten Klimaschutzziele und -maßnahmen der Stadt vor. Energieeinsparungen können in fast allen Bereichen stattfinden. Die Frage ist nur, zu welchem Kosten/Nutzen Verhältnis, so der Experte. Ergänzend zum Klimaschutzkonzept werde auf Anregung der Freien Wähler derzeit untersucht, durch welche energiesparenden Beleuchtungsmittel die kostenintensive und aus ökologischer Sicht bedenkliche Straßenbeleuchtung erneuert werden könne, fügte Stadtrat Ludwig Preusch an. Diskutiert wurden auch die Möglichkeiten zur Optimierung des öffentlichen Personennahverkehrs, die Parkraumbewirtschaftung und die sogenannten „intelligenten Ampelschaltungen“, die, so Stadtrat Held sarkastisch, in Forchheim zuverlässig arbeiten, weil sie für rote Ampeln und Staus garantieren. Stadtwerkevertreter Höll entgegnete, das Problem wäre bekannt und man arbeite daran. FW- Chef Manfred Hümmer schlug vor, sich an den Stadtwerken Bamberg zu orientieren. Diese würden sich gemeinsam mit Bürgern an Photovoltaik- bzw. Solarthermieanlagen und „Onshore – Windparks“ beteiligen. „Eine profitable Win-Win Situation, die für hohe Akzeptanz gegenüber solchen Anlagen sorgt“, so Hümmer. Des weiteren sollte geprüft werden, ob nicht Vorrangflächen für Windkraftanlagen ausgewiesen werden könnten, da man ansonsten Gefahr laufe, dem Landschaftsbild abträgliche Standorte akzeptieren zu müssen. Vor Ort die Elektromobilität auszubauen und z.B. E- Fahrräder bzw. E-Kleinwagen nach dem Carsharing-Modell für den Innenstadtverkehr anzuschaffen und den Bürgern zur Verfügung stellen, lautete ein weiterer Vorschlag aus den Reihen der Mitglieder. Voraussetzung sei jedoch ein flächendeckendes Angebot an öffentlichen Ladestationen. Auch der Städt. Fuhrpark könnte sukzessive auf umweltverträglichere Gas- und E- Fahrzeuge umgestellt werden, ergänzte Stadtrat Albrecht Waasner Einsparpotenzial fände man zudem in Schulen, Kindergärten, anderen öffentlichen Gebäuden und privaten Wohnhäusern. Mit gezielter Beratung zur Energieeffizienz bzw. -vermeidung sowie kleineren Eingriffen wie z.B. dem Austausch alter Wärmepumpen oder der nachträglichen Dämmung der Dachspeicher, Kellerdecken und Außenwände ließe sich zudem einiges für eine bessere lokale Klima- und CO – 2 –Bilanz erreichen, war einhellige Meinung der Versammlung.
