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Breitband-Initiative
28.07.2011
Um den Privathaushalten und Gewerbetreibenden im Stadtteil Kersbach
zukünftig einen schnellen Internetzugang zu ermöglichen, möchte die
Stadt Forchheim die Breitband-Initiative Bayern nutzen. Deshalb wurde
kürzlich die für den Zuschussantrag bei der Regierung notwendige
Haushaltsumfrage durchgeführt.
Leider war dem Aufruf im Amtsblatt zunächst nur ein geringer Teil der
Bürger nachgekommen. Wie sich in persönlichen Gesprächen
herauskristallisiert hat, wurde das Formular häufig nicht wahrgenommen.
Der Freie Wähler Ortsverband Forchheim ergriff deshalb die Initiative
und konnte kurz vor Ende der Abgabefrist noch mehrere Hundert Formulare
mit einem begleitenden Flyer an fast die Hälfte der Haushalte
verteilten. „Erfreulicherweise ist durch diese Aktion die Zahl der
Rückläufer in etwa verdoppelt werden“, so stellv. Ortsvorsitzender und
Stadtrat Ludwig A. Preusch. Er spricht allen Teilnehmern seinen Dank für
ihr Engagement aus. Fraktionsvorsitzender Manfred Hümmer ergänzt: „Nun
kann man mit einiger Sicherheit davon ausgehen, dass der Zuschussantrag
bei der Regierung Erfolg haben wird.“
Die EDV-Abteilung der Stadtverwaltung hat bereits die weiteren Schritte
eingeleitet und hofft spätestens im Oktober im Stadtrat bzw. seinen
Ausschüssen die nächsten Beschlüsse, wie z.B. zur Ausschreibung fassen
zu lassen. So dürften die wiederholten Beschwerden über langsame
DSL-Anschlüsse bei den Bürgerversammlungen in Kersbach bald der
Vergangenheit angehören.
Unverständnis herrscht bei den Freien Wählern Forchheim allerdings in
Bezug auf die Klassifizierung schneller Internetanschlüsse seitens der
schwarz-gelben Regierungen in Berlin und München. Stadtrat Erwin Held,
selbst Inhaber einer Firma und deshalb auf eine gute Versorgung dringend
angewiesen, erachtet die Schwelle von 1 Mbit als „zu niedrig und nicht
zukunftsweisend“.
